Ästhetische Medizin · Dr. Harris

Stirnfalten

Waagerechte Linien auf der Stirn entstehen durch den einzigen Muskel, der die Augenbrauen anhebt. Deshalb ist die Stirn die Zone, in der zurückhaltende Dosierung am wichtigsten ist.

Ab CHF 250 · Konsultation CHF 50

Behandlung

Stirnfalten

Die waagerechten Stirnfalten entstehen durch den Musculus frontalis. Er ist der einzige Muskel, der die Augenbrauen anhebt — jedes Mal, wenn Sie überrascht schauen, nach oben blicken oder die Augen weiter öffnen wollen, zieht er die Stirnhaut nach oben und legt sie in Querfalten.

Er hat einen Gegenspieler: die Muskelgruppe der Glabella und der Augenringmuskel ziehen die Braue nach unten. Stirn und Zornesfalte gehören anatomisch zusammen und werden deshalb immer gemeinsam beurteilt.

Warum die Stirn die heikelste Zone ist.

Wird der Frontalis zu stark oder zu tief behandelt, während die absenkenden Muskeln unbehandelt bleiben, überwiegt der Zug nach unten. Die Braue sinkt, das Oberlid wirkt schwerer, der Blick müder — obwohl die Falten selbst verschwunden sind. Genau dieses Ergebnis wird umgangssprachlich als „zu viel" wahrgenommen.

Deshalb wird die Stirn in unserer Praxis konservativ dosiert und, wenn indiziert, gemeinsam mit der Glabellaregion geplant. Bei einer niedrigen Stirn, tief stehenden Brauen oder bereits leicht abgesunkenem Oberlid wird bewusst weniger oder gar nicht behandelt. Es ist ein legitimes Ergebnis einer Konsultation, von einer Stirnbehandlung abzuraten.

Wie die Behandlung mechanistisch wirkt.

Der eingesetzte Wirkstoff hemmt die Signalübertragung vom Nerv zum Muskel. Im Frontalis werden dafür mehrere flache Punkte oberhalb der Braue verteilt, mit ausreichendem Sicherheitsabstand zum Brauenbogen. Die Faltenbildung nimmt ab, weil die Haut weniger stark bewegt und damit weniger gefaltet wird.

Auf einen Blick

Ansatzpunkt
Musculus frontalis
Dauer
ca. 10–20 Minuten
Wirkeintritt
3–7 Tage
Wirkdauer
ca. 3–4 Monate
Ausfallzeit
in der Regel keine
Planung
möglichst zusammen mit der Glabella
Preis
ab CHF 250 pro Zone

Nebenwirkungen — ehrlich benannt.

Kleine Hämatome, ein Spannungs- oder Schweregefühl der Stirn und Kopfschmerzen in den ersten Tagen kommen vor. Die relevanteste unerwünschte Wirkung ist ein Absinken der Braue oder des Oberlids. Sie ist vorübergehend, kann aber über Wochen bestehen. Ein ungleichmässiges Ergebnis mit einseitig höherem Brauenstand lässt sich meist mit einer kleinen Nachkorrektur ausgleichen; diese wird nach etwa zwei Wochen beurteilt.

Wann eine Behandlung nicht sinnvoll ist.

Wenn die Brauen ohnehin tief stehen, wenn Sie die Stirn dauerhaft anspannen, um das Gesichtsfeld frei zu halten, oder wenn bereits eine Erschlaffung des Oberlids besteht, überwiegt der Nachteil. Auch tiefe, in Ruhe unveränderte Querlinien sprechen nur begrenzt an — hier liegt die Ursache in der Hautstruktur. Eine ehrliche Absage ist in diesen Fällen das bessere Ergebnis.

Indikation

Für wen sinnvoll – und wann wir abraten.

Sinnvoll, wenn …

  • die Querfalten vor allem beim Hochziehen der Brauen sichtbar werden
  • die Brauen in Ruhe in normaler Höhe stehen
  • auch die Glabellaregion mitbeurteilt und gegebenenfalls mitbehandelt werden kann
  • ein zurückhaltendes, schrittweises Vorgehen gewünscht ist

Wir raten ab, wenn …

  • die Brauen bereits tief stehen oder das Oberlid schwer wirkt
  • die Stirn dauerhaft angespannt wird, um das Sichtfeld freizuhalten
  • eine Schwangerschaft oder Stillzeit besteht
  • eine neuromuskuläre Erkrankung vorliegt
  • die Linien auch bei völlig entspannter Stirn unverändert tief bleiben

Ablauf

So läuft Ihr Termin ab.

1
Konsultation

Wir besprechen Ihre Wünsche, beurteilen die Mimik und planen – falls indiziert – die individuelle Dosierung. CHF 50, bei Behandlung am selben Tag angerechnet.

2
Behandlung

Ca. 20 Minuten. Feine Injektionen in definierte Zonen. Kein Verband, in der Regel keine Ausfallzeit.

3
Nachkontrolle

Nach ca. 2 Wochen kann das Ergebnis bei Bedarf kontrolliert werden. Falls einzelne Punkte ungleichmässig wirken, kann ein kleiner Touch-up sinnvoll sein.

Häufige Fragen

Gut zu wissen.

Warum wird die Stirn oft nicht allein behandelt?

Weil der Stirnmuskel die Braue anhebt und die Glabellamuskeln sie senken. Wird nur der Heber geschwächt, kann die Braue absinken. Beide Zonen werden deshalb zusammen beurteilt.

Kann ich danach noch die Brauen heben?

Das ist das Ziel. Konservative Dosierung reduziert die Faltenbildung, ohne die Beweglichkeit vollständig aufzuheben.

Was passiert, wenn das Ergebnis ungleichmässig ist?

Nach etwa zwei Wochen wird kontrolliert. Kleine Asymmetrien lassen sich meist durch eine geringe Nachdosierung ausgleichen.

Verschwinden tiefe Stirnfalten vollständig?

In der Regel nicht. Falten, die auch in Ruhe sichtbar bleiben, werden weicher, aber nicht zwingend unsichtbar. Das wird vorher offen besprochen.

Was kostet die Behandlung?

Ab CHF 250 für eine Zone. Die Erstkonsultation kostet CHF 50 und wird bei Behandlung am selben Tag angerechnet.

Ist eine Behandlung der Stirn sinnvoll?

Wir besprechen Ihre Situation zunächst in einer kurzen ärztlichen Konsultation – oder per WhatsApp, falls Sie vorab eine Einschätzung wünschen. Ohne Verkaufsdruck, mit ehrlicher Indikationsstellung.

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